Hey Ho, let’s go

Na dann: Auf ein Neues.
Von irgendwann in den frühen 2000er Jahren bis ungefähr 2015 habe ich ja regelmäßig gebloggt über dies, das, jenes – die Älteren unter Euch können sich vielleicht noch erinnern. Da war ganz viel analoge Fotografie. Jede Menge schwarz weiß,.
Dann hat mich das Kohlenstoffleben sehr engagiert zu Boden gerungen und so hat es eine ganze Weile gebraucht, wieder ins Wilde Weite Web zu wollen.
Vieles hat sich geändert, nicht unbedingt zum Besten, vieles hat sich überholt, verdreht, verkorkst, verkümmert, verflüchtigt.
Vieles hat sich geändert, etliches zum Besten, vieles ist leichter, weicher, erfüllender, berauschender, fantastischer geworden.
Vieles ist auch einfach nur so dazwischen geblieben, geworden, gewachsen und inzwischen vielleicht auch überholt.

Die letzten Jahre hat es immer mal wieder gekribbelt, gekrabbelt und der Reiz, den „Bleistift“ wieder zu spitzen“ wurde immer größer. Technisch fühlte ich mich aber doch so abgehängt, monetarisch nicht in der Lage, jemand dafür zu bezahlen, dass er oder sie mir ein neues Blog aufsetzen, ach und überhaupt. Und über was soll ich schreiben, Tagebuch war nie mein Ding und mein Inneres nach Außen kehren, oh weh und ohjemine.
Und dann noch diese ganzen Anforderungen. Cookies und Datenschutz und die bösen Viren und die Malware und ach und überhaupt, das Internet ist ja so böse geworden und Blogs werden ja eh nur noch gelesen um den Betreibenden eins reinzuwürgen, weil irgendeine Vorschrift nicht erfüllt wurde. Zwischendurch noch die Trennung vom geliebten blauen Vogel, alles Käse.

In der Zwischenzeit füllte sich nach und nach allmählich, nicht immer kontinuierlich aber doch nach ein paar wenigen Jahren merkbar das Sparschwein und dann war es soweit. Der Schweinebauch war runder geworden, die richtige Person gefunden und die wabernde Vorstellung eines neuen Blogs in Realität gewandelt. Vielen Dank Christian!

Jetzt galt es noch, zu schreiben. Also, einfach anzufangen. Loslegen. Sprühen, begeistert tippen, Leidenschaften kund tun, Themen finden, machen, eloquent und sinnvoll. Ja. Ne. Jetzt aber doch. Aber worüber. Und überhaupt.
Das „Under Construction“ stand und stand und stand auf der Startseite und das Bloggerherzchen, eigentlich ja durchaus wachgeküsst, verzagte immer mehr.
Verzagtheit jedoch führt irgendwann zu Angst und Angst zu Stille. Und Stille können wir aktuell so gar nicht gebrauchen in unserer chaotischen Gegenwart und auch in der Zukunft sollten, nein müssen wir laut sein, laut werden, laut bleiben. Sonst werden nämlich immer nur die anderen gehört.
ich weiß noch nicht, wohin mich die Reise führt, ich hoffe aber, dass sie mich auf neue Wege, in noch unbekannte Gefilde und frisches Denken leitet.
Und ich mag es bunt.

tilla